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Iterationen und ihr Board

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Ein Iterationsplan sagt, wie lang ein Abschnitt dauert und wann der erste beginnt. Damit lässt sich aber noch nichts einplanen. Dafür braucht es die Abschnitte selbst, die Iterationen, und einen Ort, an dem man Arbeit hineinschiebt. Beides ist in diesem Stand dazugekommen: der Reiter „Iterationen“ am Plan und ein eigenes Board, auf dem die Zeilen die Abschnitte sind.

Eine Iteration entsteht mit einem Klick

Im Reiter „Iterationen“ eines Plans steht der Knopf „Neue Iteration“. Er öffnet kein Formular, denn es gibt nichts einzugeben: Nummer, Beginn, Dauer und Ende ergeben sich aus dem Plan und aus der vorigen Iteration. Ein Fenster mit einem einzigen optionalen Feld wäre ein Umweg zum selben Ergebnis.

Der Reiter „Iterationen“ mit zwei Abschnitten, ihren Terminen und der Kapazität Zwei Iterationen des Demoplans. Einzutragen ist nur die Kapazität in Stunden.

Bleibt die Kapazität: Wie viele Stunden stehen in diesem Abschnitt zur Verfügung? Sie trägt man direkt in der Zeile ein. Ein leeres Feld heißt dabei „nicht hinterlegt“, und das ist etwas anderes als 0. Ich hätte ein leeres Feld als 0 speichern können, dann wären aber „niemand hat etwas eingetragen“ und „in diesem Abschnitt arbeitet niemand“ dieselbe Zahl. Die zweite ist eine echte Aussage, etwa bei Betriebsurlaub, und sie muss sich von der Lücke unterscheiden lassen.

Auch die Nummer ist gespeichert und nicht aus der Reihenfolge berechnet. „Iteration 3“ ist das, was im Team ausgesprochen wird, und dieser Name muss stehen bleiben, auch wenn sich später Termine verschieben. Eine einmal vergebene Nummer wird nie wieder vergeben.

Ein eigenes Board statt eines Schalters

Der neue Menüpunkt „Iterationen“ führt zu einem Board, das genauso aussieht wie das Aufgabenboard. Die Spalten sind der Status, die Zeilen aber nicht die Personen, sondern die Abschnitte des gewählten Plans. Ganz oben steht die Zeile „Ohne Zuordnung“ mit allem, was noch nicht eingeplant ist.

Ich hätte auch das Aufgabenboard um einen Umschalter erweitern können. Das Problem: Ein senkrechter Zug bedeutet dort „gib die Karte einer anderen Person“, hier „plane sie in einem anderen Abschnitt ein“. Dieselbe Seite würde je nach Schalterstellung etwas anderes schreiben, und gespeicherte Ansichten beider Bedeutungen lägen durcheinander. Also ist es ein eigenes Board mit eigener Adresse.

Das Iterationsboard mit der Zeile „Ohne Zuordnung“ und zwei Iterationen samt Auslastung Waagerecht ziehen ändert den Status, senkrecht ziehen die Iteration. Die Zeilenköpfe zeigen Zeitraum, Status und Auslastung.

Ein paar Regeln, die man dem Board nicht sofort ansieht:

  • Ohne Plan kein Board. Iterationen sind je Plan nummeriert. „Iteration 3“ aus zwei Plänen in einer Zeile wären zwei verschiedene Abschnitte, und das Board könnte nicht sagen, welcher gemeint ist. Gibt es genau einen sichtbaren Plan, ist er vorbelegt. Bei mehreren muss man wählen, denn „der erste“ wäre willkürlich.
  • Der Plan ist kein Filter. „Filter zurücksetzen“ lässt ihn stehen, sonst stünde man danach vor einem leeren Board.
  • Die Projektauswahl kennt nur die Projekte des Plans. Wer den Plan wechselt, verliert dabei auch ein Projekt aus dem Filter, das im neuen Takt nicht vorkommt. Sonst bliebe das Board leer, ohne dass man den Grund sieht.
  • Erledigte Iterationen sind ausgeblendet, bis man den Haken setzt. Ein Jahresplan hätte sonst zwei Dutzend Zeilen, die meisten davon Geschichte.

Wie voll ist ein Abschnitt?

Jeder Zeilenkopf zeigt den eingeplanten Aufwand gegen die Kapazität, als Zahlenpaar und Balken. Über der Kapazität wird beides rot. Genau ausgelastet ist dagegen noch nicht rot, denn ein roter Abschnitt, in dem alles aufgeht, wäre eine Warnung ohne Anlass.

Die Rechnung hat eine Falle: Der Aufwand einer Story ist die Summe ihrer Aufgaben. Zieht jemand eine Story samt Aufgaben in denselben Abschnitt, was der Normalfall ist, würde ein einfaches Aufaddieren dieselbe Arbeit zweimal zählen. Deshalb zählt ein Elternvorgang nicht mit, wenn seine Kinder im selben Abschnitt stehen. „Nur Aufgaben zählen“ wäre einfacher gewesen, aber falsch: Eine geschätzte Story ohne Aufgaben stünde dann mit null Stunden da.

Wichtig war mir außerdem, wo gerechnet wird. Die Kartenzahl im Zeilenkopf zählt die Oberfläche aus dem, was gerade zu sehen ist. Die Auslastung rechnet der Server über den ganzen Abschnitt. Würde die Oberfläche sie aus den sichtbaren Karten zusammenzählen, zeigte derselbe Abschnitt je nach Filter eine andere Auslastung, und „überschritten“ verschwände, sobald jemand eine Spalte ausblendet. Nur bei der Sichtbarkeit wird geschnitten: Stunden aus Projekten, die man nicht sehen darf, stehen nicht in der Zahl.

Außerdem

  • Oben auf dem Board stehen dieselben Knöpfe wie im Reiter des Plans, also „Neue Iteration“ und „Iteration abschließen“. Fehlt eine Voraussetzung, stehen sie trotzdem da und nennen darunter den Grund.
  • Auch die Vorgangskarte hat das Feld „Iteration“. Es erscheint auch dann, wenn nichts zu wählen ist, und sagt warum.

Was am Ende eines Abschnitts mit der unfertigen Arbeit passiert, steht im nächsten Beitrag.

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